Statische IP-Adresse: was eine feste IP ist und wie Sie sie einrichten

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Kurz gesagt

Eine statische oder feste IP-Adresse bleibt dauerhaft gleich, eine dynamische wird automatisch vergeben und kann wechseln. Privatanschlüsse erhalten vom Internetanbieter meist eine dynamische öffentliche IP; feste öffentliche IPs gibt es vor allem in Geschäftskundentarifen. Eine feste lokale IP für Drucker, NAS oder Kamera richten Sie selbst ein: als Reservierung im Router oder manuell am Gerät.

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Ob eine IP-Adresse statisch oder dynamisch ist, entscheidet sich an zwei Stellen: beim Internetanbieter für die öffentliche Adresse Ihres Anschlusses und im Router für die lokalen Adressen Ihrer Geräte. Hier lesen Sie, wann sich eine feste IP lohnt, wie Sie Ihre Adresse prüfen und wie Sie eine feste lokale IP einrichten.

Was ist eine statische IP-Adresse?

Eine statische IP-Adresse, meist feste IP-Adresse genannt, ändert sich nicht. Sie ist am Gerät eingetragen, oder Router und Anbieter teilen sie immer demselben Empfänger zu. Eine dynamische IP-Adresse wird automatisch vergeben und kann wechseln. Beides gibt es auf zwei Ebenen:

DynamischStatisch (fest)
Öffentliche IP Ihres AnschlussesNormalfall bei Privatanschlüssenim Vertrag vereinbart, meist im Geschäftskundentarif oder als Zusatzoption
Lokale IP eines Geräts im HeimnetzNormalfall: Der Router vergibt sie per DHCPReservierung im Router oder manuelle Einstellung am Gerät

„Statisch“ sagt nichts darüber, ob eine Adresse privat oder öffentlich ist. Eine feste lokale IP wie 192.168.178.10 gilt nur in Ihrem Heimnetz, eine feste IP vom Anbieter ist im Internet sichtbar. Die Grundlagen erklärt die Seite Was ist eine IP-Adresse?

Statische vs. dynamische IP-Adresse: Vor- und Nachteile

Statische (feste) IPDynamische IP
Ändert sichneinja, etwa nach einer Neueinwahl, einer Zwangstrennung oder wenn die DHCP-Zuweisung abläuft
Kosten der öffentlichen IPje nach Anbieter Aufpreis oder nur im Geschäftskundentarifim Tarif enthalten
Server und Fernzugriffdirekt über die Adresseüber DynDNS
IP-Freigaben (Allowlisting)einmal einrichtennach jedem Wechsel anpassen
Geschwindigkeitkein Unterschiedkein Unterschied
Typisch fürFirmen und Server; im Heimnetz Drucker, NAS, KamerasPrivatanschlüsse, Handys, Laptops

Für die meisten Privatanschlüsse reicht die dynamische öffentliche IP. Im Heimnetz lohnt sich eine feste lokale IP für Drucker, NAS und Kameras.

Wann brauchen Sie eine feste öffentliche IP?

Eine feste öffentliche IP brauchen Sie, wenn andere Ihren Anschluss dauerhaft unter derselben Adresse erreichen oder erkennen müssen:

  • Eigener Server: Web-, Mail- oder Spieleserver am Anschluss. Ein Mailserver braucht in der Praxis zusätzlich einen Reverse-DNS-Eintrag.
  • Fernzugriff und VPN-Server: Mitarbeiter und Außenstellen wählen sich ins Firmennetz ein, Kameras oder Anlagen sind von außen erreichbar.
  • IP-Freigaben: Firewalls, Admin-Zugänge oder Partner-Schnittstellen lassen oft nur freigegebene Adressen zu.
  • Firmennetze: dauerhaft verbundene Standorte.

Zum Surfen, Streamen, Spielen und für Videokonferenzen brauchen Sie keine feste IP, meist auch nicht im Homeoffice: Der VPN-Client baut die Verbindung von Ihrem Rechner aus auf. Anders ist es, wenn Ihre Firma nur freigegebene Adressen zulässt.

Achtung

Freigegebene Dienste sind über eine feste IP dauerhaft erreichbar, auch für automatische Portscans. Öffnen Sie nur die nötigen Ports und halten Sie Router und Server aktuell.

Alternative: DynDNS statt fester IP

Für den Fernzugriff auf das Heimnetz genügt oft dynamisches DNS (DynDNS). Ihr Anschluss bekommt einen festen Namen wie zuhause.example.net, und der Router meldet dem Dienst jede neue IP-Adresse. Die FRITZ!Box bringt dafür MyFRITZ! mit; viele Router unterstützen auch andere DynDNS-Anbieter. Für IP-Freigaben bei fremden Diensten taugt DynDNS nicht. Ohne eigene öffentliche IPv4-Adresse (siehe Prüfung unten) ist Ihr Anschluss über IPv4 auch mit DynDNS nicht erreichbar. Über IPv6 klappt es oft, sofern auch das Netz, aus dem Sie zugreifen, IPv6 nutzt.

Feste IP-Adresse beim Internetanbieter: Telekom, Vodafone, O2

Ob Ihr Anschluss eine feste öffentliche IP bekommt, legt der Vertrag fest, nicht der Router. In Privatkundentarifen ist die Adresse in der Regel dynamisch. Feste IPs gibt es vor allem für Geschäftskunden, bei manchen Anbietern auch als Zusatzoption, für DSL ebenso wie für Kabel und Glasfaser.

Telekom: feste IP aktivieren

Die Telekom vergibt feste IP-Adressen in passenden Geschäftskundentarifen, laut Telekom-Hilfe für Geschäftskunden etwa Company Pro oder CompanyFlex. Ihr Router muss eine statische IP-Adresse unterstützen. Ist die feste IP im Vertrag enthalten, aktivieren Sie sie selbst:

  1. Melden Sie sich mit Ihrem Telekom Login im Magenta Business Service Portal an.
  2. Öffnen Sie Meine Verträge > Internet & DSL und wählen Sie Ihren Vertrag.
  3. Klicken Sie oben rechts auf Feste IP-Adresse einrichten. Fehlt der Punkt, enthält der Vertrag keine feste IP.
  4. Warten Sie, bis der Anschluss nach einer kurzen Unterbrechung wieder verbunden ist.
  5. Lesen Sie die feste IP im Portal oder im Router ab.

Einen Reverse-DNS-Eintrag legen Sie im selben Portal unter Reverse DNS verwalten an.

Vodafone, O2 und andere Anbieter

Auch Vodafone bietet feste IP-Adressen für Geschäftskunden an. Bei O2 und anderen Anbietern fragen Sie nach, ob Ihr Tarif eine feste IP enthält oder ob Sie sie zubuchen können, auch als Privatkunde. Klären Sie dabei, ob Sie eine einzelne IPv4-Adresse oder einen Adressblock bekommen, ob auch das IPv6-Präfix fest ist, ob der Anschluss DS-Lite nutzt und ob Sie einen Reverse-DNS-Eintrag setzen können. Die Kosten nennen Preisliste und Leistungsbeschreibung Ihres Tarifs.

Prüfen: Ist Ihre IP statisch oder dynamisch?

Öffentliche IP-Adresse prüfen

Die Box zeigt Ihre aktuelle öffentliche IP-Adresse:

Ihre öffentliche IP-Adresse

216.73.216.128

Standort
Columbus, Ohio, Vereinigte Staaten
Provider
Anthropic, PBC (AS16509)
Zeitzone
America/New_York (UTC−4)
Koordinaten
39.96, -83.00

Diese Adresse sehen Websites. Der Standort ist eine Schätzung und kann um eine Stadt oder mehr abweichen. Die lokale IP Ihres Geräts (oft 192.168.x.x) ist eine andere und gilt nur in Ihrem Netzwerk.

  1. Trennen Sie ein aktives VPN und notieren Sie die Adresse aus der Box.
  2. Starten Sie den Router neu und warten Sie, bis er wieder online ist.
  3. Laden Sie diese Seite neu und vergleichen Sie die Adressen.

Hat sich die Adresse geändert, ist sie dynamisch. Bleibt sie gleich, beweist das nichts, denn manche Anbieter vergeben eine dynamische Adresse tagelang an denselben Anschluss. Verbindlich ist Ihr Vertrag. Bei IPv6 vergleichen Sie nur die ersten vier Blöcke, das Präfix.

Prüfen Sie außerdem, ob Ihr Router eine eigene öffentliche IPv4-Adresse hat. In der FRITZ!Box klicken Sie auf Internet > Online-Monitor, öffnen die Registerkarte Verbindungsdetails und lesen die Zeile Internet, IPv4 ab. Andere Router zeigen sie auf ihrer Statusseite.

Hinweis

Steht bei Internet, IPv4 eine Adresse aus 100.64.0.0–100.127.255.255 (Carrier-Grade NAT), aus 192.0.0.0–192.0.0.7 (DS-Lite-Tunnel), aus einem privaten Bereich wie 10.x.x.x oder 192.168.x.x oder gar keine Adresse, ist Ihr Anschluss über IPv4 nicht aus dem Internet erreichbar. Bei Carrier-Grade NAT und DS-Lite teilen Sie sich die öffentliche IPv4-Adresse mit anderen Kunden. Eine private Adresse kann auch auf einen zweiten Router davor hindeuten.

Lokale IP-Adresse prüfen

Ob ein Gerät seine lokale Adresse automatisch bezieht, zeigen seine Netzwerkeinstellungen (Wege siehe unten):

  • Windows: ipconfig /all zeigt beim aktiven Adapter DHCP aktiviert mit „Ja“ oder „Nein“.
  • Mac: IPv4 konfigurieren steht auf DHCP oder Manuell.
  • iPhone: IP konfigurieren steht auf Automatisch oder Manuell.
  • Android: IP-Einstellungen steht auf DHCP oder Statisch.

Ob der Router einem Gerät eine Adresse reserviert hat, sehen Sie nur im Router.

Feste lokale IP-Adresse vergeben: im Router oder am Gerät

Eine feste lokale IP brauchen Drucker, NAS, Kameras, Smart-Home-Zentralen und jedes Ziel einer Portfreigabe. Sonst findet der PC nach einem Adresswechsel etwa den Drucker nicht mehr. Es gibt zwei Wege:

  • Reservierung im Router (DHCP-Reservierung): Das Gerät bezieht seine Adresse weiter automatisch, bekommt aber immer dieselbe. Das klappt auch bei Geräten ohne Netzwerkmenü und ist im Heimnetz der einfachere Weg.
  • Manuelle Einstellung am Gerät: Sie tragen IP-Adresse, Subnetzmaske, Gateway und DNS-Server selbst ein, etwa wenn der Router keine Reservierung kennt.

Tipp

Wählen Sie für eine manuelle Adresse eine Zahl außerhalb des DHCP-Bereichs, sonst vergibt der Router sie womöglich auch an ein anderes Gerät. Die FRITZ!Box vergibt ab Werk 192.168.178.20–192.168.178.200; frei bleiben also 192.168.178.2–192.168.178.19 und 192.168.178.201–192.168.178.254.

FRITZ!Box: feste IP vergeben

So weisen Sie einem Gerät mit FRITZ!OS 8 dauerhaft dieselbe IPv4-Adresse zu. Das Gerät muss seine Adresse dafür automatisch beziehen.

  1. Öffnen Sie http://fritz.box im Browser und melden Sie sich an.
  2. Klicken Sie auf Heimnetz > Netzwerk.
  3. Klicken Sie auf die Registerkarte Netzwerkverbindungen.
  4. Klicken Sie beim Gerät auf die Schaltfläche Bearbeiten (Stift).
  5. Klicken Sie auf die Registerkarte Heimnetz.
  6. Aktivieren Sie die Option IPv4-Adresse dauerhaft zuweisen.
  7. Soll das Gerät eine bestimmte Adresse bekommen, tragen Sie sie im Feld IPv4-Adresse ein.
  8. Klicken Sie auf Übernehmen.

In älteren FRITZ!OS-Versionen heißt die Option „Diesem Netzwerkgerät immer die gleiche IPv4-Adresse zuweisen“. Fehlt sie, bezieht das Gerät seine Adresse nicht von der FRITZ!Box, etwa weil am Gerät eine feste Adresse eingetragen ist. Laut der FRITZ!-Anleitung zur festen IP-Zuweisung darf die Adresse auch im DHCP-Bereich liegen, solange kein anderes Gerät sie nutzt. Nach einer Änderung verbinden Sie das Gerät neu. Den DHCP-Bereich ändern Sie unter Heimnetz > Netzwerk > Netzwerkeinstellungen > Erweiterte Netzwerkeinstellungen ändern > IPv4.

Telekom Speedport und andere Router

Beim Speedport melden Sie sich unter http://speedport.ip mit dem Gerätepasswort vom Typenschild an. Ab Werk hat er die Adresse 192.168.2.1, Ihre Geräte erhalten Adressen aus dem Bereich 192.168.2.x. Die feste Zuweisung finden Sie in den Heimnetz-Einstellungen bei den verbundenen Geräten; die Bezeichnungen hängen von Modell und Firmware ab. Bei anderen Routern heißt die Funktion meist DHCP-Reservierung oder Adressreservierung. Wie Sie die Oberfläche Ihres Routers öffnen, zeigt Router-IP-Adresse finden.

Statische IP-Adresse am Gerät einrichten

Für die manuelle Einstellung brauchen Sie vier Werte, hier für eine FRITZ!Box in Werkseinstellung:

FeldBeispielWoher Sie den Wert nehmen
IP-Adresse192.168.178.10frei wählen, außerhalb des DHCP-Bereichs
Subnetzmaske255.255.255.0 (Präfixlänge 24)wie bei den anderen Geräten im Netz
Gateway (Router)192.168.178.1die lokale IP Ihres Routers
DNS-Server192.168.178.1meist ebenfalls der Router

Die Werte Ihres Netzes zeigt jedes Gerät, das seine Adresse automatisch bezieht. Wo sie stehen, erklärt die Übersicht IP-Adresse finden.

Windows 11 und Windows 10

  1. Öffnen Sie die Einstellungen, etwa mit Windows-Taste + I.
  2. Klicken Sie auf Netzwerk und Internet.
  3. Klicken Sie auf WLAN > Bekannte Netzwerke verwalten und dann auf Ihr Netzwerk. Mit LAN-Kabel klicken Sie stattdessen auf Ethernet.
  4. Klicken Sie neben IP-Zuweisung auf Bearbeiten.
  5. Wählen Sie Manuell und schalten Sie IPv4 ein.
  6. Tragen Sie IP-Adresse, Subnetzmaske und Gateway ein, bei Bevorzugter DNS den DNS-Server.
  7. Klicken Sie auf Speichern.

Unter Windows 10 klicken Sie nach der Wahl des Netzwerks noch auf Eigenschaften, und statt der Subnetzmaske fragt Windows 10 die Subnetzpräfixlänge ab, im Beispiel 24. Zurück zur automatischen Adresse kommen Sie mit Automatisch (DHCP).

Mac

  1. Wählen Sie im Apple-Menü Systemeinstellungen und klicken Sie in der Seitenleiste auf Netzwerk.
  2. Klicken Sie auf WLAN oder Ethernet und beim verbundenen Netzwerk auf Details.
  3. Klicken Sie auf TCP/IP.
  4. Wählen Sie im Menü IPv4 konfigurieren die Option Manuell.
  5. Tragen Sie IP-Adresse, Teilnetzmaske und Router ein.
  6. Klicken Sie auf DNS, dann unter der Serverliste auf Hinzufügen (+), und tragen Sie den DNS-Server ein.
  7. Klicken Sie auf OK.

Die Schritte gelten für macOS 27 und ähnlich ab macOS 13 Ventura; Apple beschreibt sie unter DHCP oder manuelle IP-Adresse auf dem Mac verwenden.

iPhone und iPad

  1. Öffnen Sie Einstellungen > WLAN.
  2. Tippen Sie neben Ihrem Netzwerk auf die Info-Taste (i).
  3. Tippen Sie auf IP konfigurieren und wählen Sie Manuell.
  4. Tragen Sie IP-Adresse, Teilnetzmaske und Router ein und tippen Sie auf Sichern.
  5. Tippen Sie auf DNS konfigurieren > Manuell > Server hinzufügen, tragen Sie den DNS-Server ein und tippen Sie auf Sichern.

Die Einstellung gilt nur für dieses WLAN.

Android

Bei Google Pixel und anderen Geräten mit unverändertem Android 17:

  1. Öffnen Sie Einstellungen > Netzwerk & Internet > Internet.
  2. Tippen Sie neben Ihrem WLAN auf das Zahnradsymbol.
  3. Tippen Sie oben rechts auf das Stiftsymbol (Ändern).
  4. Tippen Sie auf Erweiterte Optionen.
  5. Wählen Sie bei IP-Einstellungen die Option Statisch.
  6. Tragen Sie IP-Adresse, Gateway, Länge d. Netzwerkpräfixes (meist 24) und DNS 1 ein.
  7. Tippen Sie auf Speichern.

Bei Samsung Galaxy tippen Sie unter Einstellungen > Verbindungen > WLAN auf das Zahnrad neben dem Netzwerk. Die IP-Einstellungen stehen dort je nach Version unter Mehr anzeigen.

Linux

Mit NetworkManager, etwa unter Ubuntu Desktop oder Fedora, setzen Sie die Adresse per nmcli. Der erste Befehl zeigt den Namen Ihrer Verbindung, unter deutschem Ubuntu zum Beispiel „Kabelgebundene Verbindung 1“:

Terminal
nmcli connection show
sudo nmcli connection modify "Kabelgebundene Verbindung 1" ipv4.method manual ipv4.addresses 192.168.178.10/24 ipv4.gateway 192.168.178.1 ipv4.dns 192.168.178.1
sudo nmcli connection up "Kabelgebundene Verbindung 1"

Weitere Befehle zeigt die Seite IP-Adresse unter Linux anzeigen und ändern.

Häufige Fehler bei festen IP-Adressen

ProblemUrsacheLösung
IP-Konflikt: Zwei Geräte haben dieselbe Adressemanuelle Adresse im DHCP-BereichAdresse außerhalb des Bereichs wählen oder auf automatischen Bezug zurückstellen
Heimnetz geht, Internet nichtGateway oder DNS-Server fehlt oder ist falschRouter-IP als Gateway und DNS-Server eintragen, Subnetzmaske prüfen
Gerät nach Router-Tausch nicht erreichbarDie Adresse passt nicht zum neuen Netz, etwa 192.168.178.x (FRITZ!Box) statt 192.168.2.x (Speedport)Adresse anpassen, Reservierungen neu anlegen oder aus der Sicherung übernehmen
Handy erhält trotz Reservierung eine andere IPSeine private MAC-Adresse hat sich geändertiPhone: unter Einstellungen > WLAN > (i) die Private WLAN-Adresse auf Statisch stellen; Android: unter Datenschutz die Option MAC-Adresse des Geräts verwenden wählen

Bei vielen Anschlüssen ist außerdem das IPv6-Präfix dynamisch: Nach einer Neueinwahl ändern sich die IPv6-Adressen Ihrer Geräte, auch bei reservierter IPv4-Adresse. Feste Adressen im Heimnetz richten Sie deshalb meist für IPv4 ein. Den Aufbau von IPv6-Adressen erklärt die Seite IPv6-Adresse.

Datenschutz: Was eine feste IP über Sie verrät

Eine öffentliche IP-Adresse verrät Ihren Anbieter und eine ungefähre Region, nicht Ihre Hausadresse. Eine feste IP bleibt aber über Monate gleich, sodass Dienste Besuche leichter demselben Anschluss zuordnen können. Auch eine dynamische IP kann personenbezogen sein: Laut Europäischem Gerichtshof gilt das für einen Website-Betreiber, der den Nutzer mit Zusatzinformationen des Internetanbieters auf rechtlichem Weg bestimmen lassen kann (Urteil vom 19. Oktober 2016, C-582/14).

Was zu einer öffentlichen IP abrufbar ist, zeigt das Tool IP-Adresse orten. Für viele Adressen auf einmal, etwa aus Server-Logs, liefert die IP-Lookup-API Anbieter, Netz und ungefähren Standort.

Häufige Fragen

Was ist besser, statische oder dynamische IP?

Das hängt vom Zweck ab. Zum Surfen, Streamen, Spielen und fürs Homeoffice reicht die dynamische öffentliche IP, die Privatanschlüsse meist haben. Eine feste öffentliche IP lohnt sich, wenn Sie einen Server betreiben oder Dienste Ihren Anschluss über eine IP-Freigabe erkennen müssen. Im Heimnetz ist eine feste lokale IP für Drucker, NAS und Kameras sinnvoll.

Ist eine statische IP-Adresse privat?

Nicht unbedingt. „Statisch“ bedeutet nur, dass die Adresse gleich bleibt; ob sie privat oder öffentlich ist, hängt vom Adressbereich ab. Eine feste lokale IP wie 192.168.178.10 ist privat und gilt nur im Heimnetz. Eine feste IP vom Internetanbieter ist öffentlich und im Internet sichtbar.

Wie viel kostet eine statische IP-Adresse?

Eine feste lokale IP im Heimnetz kostet nichts: Sie richten sie selbst im Router oder am Gerät ein. Ob eine feste öffentliche IP extra kostet, hängt von Anbieter und Tarif ab; oft gibt es sie nur in Geschäftskundentarifen oder als Zusatzoption. Den aktuellen Preis nennen Preisliste und Leistungsbeschreibung Ihres Anbieters.

Ist eine feste IP-Adresse sinnvoll?

Im Heimnetz ja, für Geräte, die andere unter einer bekannten Adresse erreichen sollen, etwa Drucker, NAS, Kameras oder das Ziel einer Portfreigabe. Dafür reservieren Sie die Adresse im Router. Eine feste öffentliche IP brauchen Privatnutzer selten; für den Fernzugriff auf das Heimnetz genügt oft DynDNS.

Wie aktiviere ich eine feste IP-Adresse bei der Telekom?

Feste IP-Adressen bietet die Telekom in passenden Geschäftskundentarifen an. Ist die feste IP im Vertrag enthalten, melden Sie sich im Magenta Business Service Portal an und klicken unter Meine Verträge > Internet & DSL bei Ihrem Vertrag auf „Feste IP-Adresse einrichten“. Die Verbindung bricht danach kurz ab; anschließend zeigen Portal und Router die feste Adresse.

Wie erkenne ich, ob meine IP-Adresse statisch oder dynamisch ist?

Notieren Sie Ihre öffentliche IP, starten Sie den Router neu und vergleichen Sie: Ändert sich die Adresse, ist sie dynamisch. Bleibt sie gleich, kann sie trotzdem dynamisch sein; verbindlich ist nur Ihr Vertrag. Ob ein Gerät seine lokale IP automatisch bezieht, zeigt unter Windows der Befehl ipconfig /all in der Zeile „DHCP aktiviert“.